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Shabby Chic Blumen-Broschen aus Stoffresten

Vielleicht kennt ihr das: Man sucht bei yout*be nach einem speziellen Tutorial, entdeckt in der rechten Spalte ein ganz anderes Video und ist schwups angefixt von einer neuen Idee.



So ging es mir mit einem amerikanischen Shabby Chic Flower Tutorial, als ich mich eigentlich auf etwas ganz anderes konzentrieren wollte.

Die flusigen, duftigen, shabby-look Blüten aus Käseleinen und Organza, die die Verfasserin da eher als Deko für Karten und Geschenke zeigte, zogen mich sofort in ihren Bann. Schlampig, flusig, duftig, ein bisschen vintage..... das ist genau meins ;-)

DAS musste ich also sofort ausprobieren, und zwar nicht zum Verschenken und nicht für Scrapbooking sondern als Broschen für meine selbst genähten Kleidungsstücke. Und auch nicht in den gezeigten Weiß- und Cremetönen (die mir ohnehin nicht stehen), sondern poppig bunt.

Ein dankbar einfaches Projekt für einen langen Krimi-Abend.

Zwar bin ich Nähanfängerin und habe daher noch nicht soooooooo viele Stoffreste, ein paar passende Streifen zum Ausprobieren waren aber selbst bei mir zu finden.



Hier Baumwolle in einem hellen Petrol - meiner Lieblingsfarbe.

Für so eine Brosche braucht man - je nach gewünschter Größe - nur einen Stoffstreifen von ca 3-4 cm * 40 cm.



Hier aus der gleichen Qualität in einem leuchtenden Pink, beklebt mit ein paar Glaswachsperlen aus meiner SEHR umfangreichen Schmuckteile-Restkiste.



Aus dieser farbigen Baumwolle habe ich meiner Tochter vor vielen Jahren mal ein Röckchen genäht. Die weiße Spitze, die ich darunter geklebt habe, ist mindestens 30 Jahre alt und aus den Kellerbeständen meiner Mutter. In der Mitte sitzen hier drei weiße Acrylperlen.

Vielleicht ein wenig zuuuuuuuuuu niedlich?



Meine Favorites sind allerdings die letzten beiden aus einem alten, dünnen Herrenjeanshemd. Eine wahre Recycling-Variante quasi. In der Mitte sitzt ein bunt bemalter Holzknopf, dessen Farbgebung ich in der Waschmaschine nicht so recht trauen würde.

Last but not least, mein absoluter Liebling:



Eine recht schlichte Brosche aus dem oben genannten Jeans-Rest und einer silberfarbenen Großlochperle aus Acryl.



Die Blumen sind zum größten Teil geklebt und nicht genäht. Die Verfasserin des Videos arbeitete mit einer Heißklebepistole, ich mit farblos aushärtendem Bastelkleber.

Sie verwendete als Grundlage ein Stück Filz. Da ich das nicht zu Hause hatte, habe ich einfach Kreise aus dem oben genannten Jeans-Stoff ausgeschnitten. Der ist auch herrlich stabil und erfüllt seinen Zweck genauso.

Auf der Rückseite habe ich Broschennadeln (Bastelbedarf) befestigt, die ich als Schmuckbastlerin ohnehin zu Hause hatte.

Wen die Anleitung interessiert, sucht einfach bei yout*be nach "Shabby Chic Flower Tutorial".

Aber Vorsicht: Die Verfasserin zeigt so viele weitere schöne Varianten, dass wirklich Suchtgefahr besteht!

Ich möchte mir noch Stretch-Satin und Organza besorgen und (fast) jede einzelne Variante ausprobieren. Die "center pieces" (Dekoelemente für die Blumenmitte), die im Video verwendet wurden, habe ich auch schon bestellt.

Die Idee, Basic-Kleidungsstücke je nach Lust, Laune und Anlass mit solchen Broschen aufzuwerten und/oder farblich ans jeweilige Outfit anzupassen, reizt mich sehr.

Wer weiß, vielleicht entdeckt ihr meine Broschen hier schon bald an meinem nächsten selbst genähten Kleid? Guckt doch einfach wieder vorbei.

Viele weitere schöne Do-it-yourself-Ideen finden sich heute wieder bei rums, dem Rund-ums-Weib-Blogspot. Schaut doch mal rein.

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Neue Wege: Chloé von Pattydoo

Ich bin nicht besonders mutig, du?

Etwas ganz Neues ausprobieren kostet mich daher immer einiges an Überwindung - auch an der Nähmaschine.

Und dann gibt es so Schnitte, von denen ich mir sicher einbilde: "Sehr hübsch! Aber auf keinen Fall was für dich!"

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Vor allem, weil sie ähnliche Proportionen hat wie ich und in der Regel die selbe Größenverteilung näht.

Als sich dann in einer anderen Nähgruppe für große Größen auf derselben Plattform andere kurvige Mädels ebenso selbstbewusst in ihrer neuen Chloe
präsentierten, hab ich's schließlich doch probiert.

Ich liebe zwar meine Ella-Kleider von Pattydoo, aber mir war schon lange mal nach einer ganz anderen Silhouette.

Und hier ist mein erstes Ergebnis:


Das Oberteil habe ich in Größe 44 genäht. Den kurzen Ärmel werde …

Herbstliche "Ella" aus French Terry

Schnittmuster: Ella von Pattydoo
Größe: 44
Änderungen: Rockteil um 8 cm verlängert (Körperhöhe 168 cm), Ärmel auf 3/4 gekürzt
verlinkt zu: Rums

Ganz super im Herbst tragen lässt sich auch meine Ella aus French Terry (Sommersweat) mit Dreiviertelärmeln.
Sie fällt auch mit dem dickeren Material noch schön. Wenn es kälter wird, kombiniere ich sie mit Stiefeln und einem kurzen Jäckchen. So muss ich auch in der kälteren Jahreszeit nicht auf Kleider verzichten.

Bis bald
Eure Quintilia

PS: 
Du steckst gerade in einer Beziehung, die dir alles andere als gut tut und schaffst es nicht, dich zu trennen? Oder du kennst jemandem, dem es genauso geht? Hier mein Lesetipp für Betroffene:

Warum wir uns eher in die Falschen statt die richtigen verlieben


Chloe - mit oder ohne Taschen???

Bei meiner ersten Chloe von Pattydoo wählte ich für den Rockteil eine "großzügige" Größe 46, was vor allem an der "oberen" Hüfte viel zu viel war.
Die Taschen für meinen persönlichen Geschmack zu viel ab und "bollerten". Hier *klick* könnt ihr nochmal nachlesen.

Weil das in meiner Nähgruppe beim großen sozialen Netzwerk viele genauso sahen, habe ich nun mal eine Version ganz ohne Taschen probiert.


In der Diskussion fanden jedoch auch einige, die Chloe wäre ohne Taschen eben keine Chloe mehr. Und die Taschen müssten sein. Sie würden nicht auftragen, sondern - ganz im Gegenteil - von kräftigen Hüften ablenken. Der Betrachter würde dann quasi das "Volumen" den Taschen schulden und nicht den Hüften.


Ich bin mir noch immer nicht ganz sicher, auf welcher Seite der Diskussion ich stehen soll. Vielleicht sind es einfach generell die Kellerfalten, an deren Volumen ich mich nicht so tausendprozentig gewöhnen kann.


Daher ja auch das Experiment mit dem Maß…