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Ella von Pattydoo goes Wickel-Kleid

Wickeldinger? Liebe ich! Nur ist es mir noch nicht gelungen, ein Kleid mit "Wickel" zu finden, das mir wirklich gut gefällt und passt.

In einer F*cebook-Pattydoo-Nähgruppe bin ich dann allerdings auf ein Tutorial gestoßen, wie man aus dem Oberteil des Jersey-Kleids Ella ein Wickeloberteil machen kann. Volltreffer!

Also habe ich mich mal mit einem nicht sonderlich geliebten günstigen Baumwolljersey an ein erstes Probemodell gemacht und hier ist das Ergebnis:


Meine größte Angst, der Ausschnitt könnte mir so tief geraten, dass das Kleid ungewünschte Einblicke gewährt, war unbegründet.


Da ich mit dem ersten Versuch recht zufrieden war und man die Passform eines Jersey-Oberteils ohnehin erst dann richtig beurteilen kann, wenn der Rock daran "zieht", habe ich die Probe-Wickelella mit Jeansjersey fertig genäht.

Der war ein Rest von diesem Kleid hier: *klick*.

Zum ersten Mal kam auch das Taillenband der Ella zum Einsatz und hierbei habe ich leider das Kleid ziemlich verdorben:

Ich wollte die Nahtzugaben absteppen, weil die so abstanden. Leider bietet mein gutes Mädchen, meine 40 Jahre alte Pfaff 1199, hierfür nicht allzu viele Möglichkeiten.

Ich habe daher den Dreifach-Geradstich gewählt, doch die gute Alte verträgt sich einfach gar nicht mit drei Lagen Jersey, bockte gehörig und stampfte fast nur noch auf der Stelle.

Die Hoffnung, dass meine Dampfbügelstation das Ganze schon noch retten würde, war leider auch vergeblich.


Seltsamerweise finde ich auch das Oberteil in Größe 44 - wie üblich - bei dieser Variante etwas zu groß. Ob es nun an dem Wickel liegt oder an dem schweren Baumwolljersey? Ich weiß es nicht, finde es aber nicht allzu tragisch. Wegen dem vers*ten Taillenband bin ich sowieso auf der Suche nach einem passenden Gürtel.

Hier nun noch einige Fotos:




Ich denke, bei meinem nächsten Versuch mit Wickel schneide ich eventuell eine Größe kleiner zu und probiere es ohne Taillenband. Außerdem liebäugle ich damit, das Oberteil insgesamt um 1-2 cm zu verkürzen.

Ansonsten bin ich recht zufrieden damit. Eine weitere Oberteil-Variante habe ich auch schon im Kopf.

Jerseykleid Ella von Pattydoo goes Baukasten-Kleid ;-) - Sobald mir Leben #1 wieder viel mehr Zeit zum Nähen lässt.


Die selbst gemachte Brosche aus Stoffresten habe ich auch schon vorgestellt, und zwar *hier*.

So, und nun gehe ich mal beim Memademittwoch und bei Afterworksewing die kreativen Nähergebnisse meiner Blogger-Kolleginnen bewundern. Den Organisatorinnen herzlichen Dank für ihre Mühe!


Schnittmuster/Pattern
: Jerseykleid Ella von Pattydoo; Wickeloberteil: Eigenkonstruktion aus dem Ella-Oberteil mit rundem Ausschnitt
Größe/Size: 44
Anpassungen/Adjustments: Rockteil um 8 cm verlängert

Kommentare

  1. Das ist ein wirklich schönes Kleid und ein Figurwunder wie ich finde! Die Kleinigkeiten wie das störrische Taillenband stören einen selber immer viel mehr als das es anderen auffallen würde.
    Liebe Grüße
    Susi

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    1. Danke, liebe Susi, da hast du vermutlich recht (Taillenband). Hab das Kleid heute mit einem breiten weichen Bindegürtel getragen und schwups waren alle Probleme verschwunden. Und als Figurwunder empfinde ich die Ella auch immer wieder, deswegen nähe ich sie ja so gerne ;o)

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  2. Das Kleid ist doch richtig gut geworden! Und ich denke, es hat auch immer viel mit dem Stoff zu tun. Das mit dem Taillenbad ist ärgerlich-vielleicht dann wirklich ohne , dafür mit Gürtel? Mich stört bei den meisten Wickeldinger einfach, dass der eine Wickel dann meist auf Höhe der Brust, statt darunter sitzt...ich habejetzt ein paar Mal Frau Liese und Luise von Schnittreif genäht, da sitzt alles etwsa tiefer-bin aber auch hier immer noch am testen und anpassen ;-)

    lg
    Larissa

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    1. Danke, liebe Larissa. Da musste ich jetzt glatt mal gucken, wo denn der Wickel bei mir sitzt, auf der Brust oder darunter ;o) Darauf habe ich noch gar nicht so geachtet. Mir ist es wichtig, dass der Ausschnitt nicht so tief ist, dass ich was darunter ziehen müsste und dass alles schön in Position bleibt, damit ich nicht andauernd daran herumzuppeln muss. Dann bin ich damit zufrieden.

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Neue Wege: Chloé von Pattydoo

Ich bin nicht besonders mutig, du?

Etwas ganz Neues ausprobieren kostet mich daher immer einiges an Überwindung - auch an der Nähmaschine.

Und dann gibt es so Schnitte, von denen ich mir sicher einbilde: "Sehr hübsch! Aber auf keinen Fall was für dich!"

Chloe von Pattydoo war so ein Schnitt! Tulpenrock und Kellerfalten..... oh je!

Wie gut, dass Carina aus der Pattydoo-Gruppe beim großen sozialen Nähwerk immer viel unvoreingenommener an neue Schnitte herangeht.
Vor allem, weil sie ähnliche Proportionen hat wie ich und in der Regel die selbe Größenverteilung näht.

Als sich dann in einer anderen Nähgruppe für große Größen auf derselben Plattform andere kurvige Mädels ebenso selbstbewusst in ihrer neuen Chloe
präsentierten, hab ich's schließlich doch probiert.

Ich liebe zwar meine Ella-Kleider von Pattydoo, aber mir war schon lange mal nach einer ganz anderen Silhouette.

Und hier ist mein erstes Ergebnis:


Das Oberteil habe ich in Größe 44 genäht. Den kurzen Ärmel werde …

Herbstliche "Ella" aus French Terry

Schnittmuster: Ella von Pattydoo
Größe: 44
Änderungen: Rockteil um 8 cm verlängert (Körperhöhe 168 cm), Ärmel auf 3/4 gekürzt
verlinkt zu: Rums

Ganz super im Herbst tragen lässt sich auch meine Ella aus French Terry (Sommersweat) mit Dreiviertelärmeln.
Sie fällt auch mit dem dickeren Material noch schön. Wenn es kälter wird, kombiniere ich sie mit Stiefeln und einem kurzen Jäckchen. So muss ich auch in der kälteren Jahreszeit nicht auf Kleider verzichten.

Bis bald
Eure Quintilia

PS: 
Du steckst gerade in einer Beziehung, die dir alles andere als gut tut und schaffst es nicht, dich zu trennen? Oder du kennst jemandem, dem es genauso geht? Hier mein Lesetipp für Betroffene:

Warum wir uns eher in die Falschen statt die richtigen verlieben


Chloe - mit oder ohne Taschen???

Bei meiner ersten Chloe von Pattydoo wählte ich für den Rockteil eine "großzügige" Größe 46, was vor allem an der "oberen" Hüfte viel zu viel war.
Die Taschen für meinen persönlichen Geschmack zu viel ab und "bollerten". Hier *klick* könnt ihr nochmal nachlesen.

Weil das in meiner Nähgruppe beim großen sozialen Netzwerk viele genauso sahen, habe ich nun mal eine Version ganz ohne Taschen probiert.


In der Diskussion fanden jedoch auch einige, die Chloe wäre ohne Taschen eben keine Chloe mehr. Und die Taschen müssten sein. Sie würden nicht auftragen, sondern - ganz im Gegenteil - von kräftigen Hüften ablenken. Der Betrachter würde dann quasi das "Volumen" den Taschen schulden und nicht den Hüften.


Ich bin mir noch immer nicht ganz sicher, auf welcher Seite der Diskussion ich stehen soll. Vielleicht sind es einfach generell die Kellerfalten, an deren Volumen ich mich nicht so tausendprozentig gewöhnen kann.


Daher ja auch das Experiment mit dem Maß…