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FrauMarlene - gerade nochmal gut gegangen

Wie ihr in der vergangenen Woche schon an meiner Kurzarm-FrauLiese *klick* feststellen konntet, habe ich diesen Frühling eine Affinität zu unregelmäßigen Streifen entwickelt.

Daher hatte ich bei Dawanda außer dem türkis-weißen Jersey für die Kurzarm-Liese auch noch einen rot-weißen für ein weiteres Projekt in den Warenkorb gepackt. Vielleicht kennt ihr das ja: Wenn man schon die Versandkosten bezahlen muss, dann kann man auch gleich.....

Aus dem rot-weißen Stoff wollte ich mir nun eine FrauMarlene von Fritzi/Schnittreif nähen, habe den Jersey also wie immer bei 30° mit Feinwaschmittel vorgewaschen und mich eines nachts voller Feuereifer an die Arbeit gemacht.


Morgens - bei Tageslicht - traf mich dann fast der Schlag: Die roten Streifen hatten stellenweise bei der Wäsche auf die weißen abgefärbt und ich hatte das ganze Malheur beim Zuschneiden völlig übersehen. Auf dem Vorderteil zeigte sich nichts, dafür war das Rückenteil gründlich von roten Spuren überzogen! Einfach zum Heulen!

Ich hab dann alles auf eine Karte gesetzt, das Shirt dennoch fertig genäht, die roten Spuren mit einer ordentlichen Ladung Fleckengel eines Markenherstellers behandelt und nochmal ab in die Maschine damit. Gottlob ging das gut: Das Verwaschene ging raus, die restliche Farbe blieb an Ort und Stelle.


Gerade nochmal gut gegangen, also.


FrauMarlene ist ein optimaler Schnitt für Frauen mit Birnenfigur (schmaler Oberkörper, breite Hüften), weil die Ausschnittführung den Oberkörper optisch verbreitert und die Einsätze den Blick auf die Schultern lenken.


Genäht habe ich in Größe L, wobei ich die Schultereinsätze von der größten Größe genommen habe, um die BH-Träger zu verdecken. Außerdem habe ich den vorgeschlagenen kurzen Arm um 2 cm verlängert, damit ein bisschen mehr überschüssiger Speck an den Oberarmen verpackt wird und gleichzeitig die Brustlinie verbreitert wird.


Ich nähe mit der uralten Nähmaschine meiner Mutter, einer Pfaff 1199, die seit den 70-er Jahren in unserem Haushalt treue Dienste tut. Leider lässt sich in dieser Serie aber keine Zwillingsnadel einsetzen, sodass mir zum Säumen eigentlich nur ein kleiner Zickzack-Stich bleibt. Das gefällt mir nicht besonders, ist aber für den Augenblick nicht zu ändern.

Wie schon so oft habe ich auch diesmal wieder erst in einer kleineren Größe für meine Tochter geübt und das Shirt in XS mit den originalen Schultereinsätzen genäht.


Mein Mädel ist 150 groß und trägt Kaufshirts in Gr. 152. Die Marlene in XS ist ihr leider noch zu groß, was sich vor allem beim Sitzen zeigt. Dennoch möchte sie sie gerne tragen - und zwar am liebsten täglich.


Wie ihr am gestrigen Post *klick* sehen könnt, hat sie aber nun auch einen neuen Favoriten im Kleiderschrank, nämlich ihr neues Kleid Kikky von ki-ba-doo.


Ein kleiner Blumengruß aus unserem Schrebergarten.

Schnitt: FrauMarlene von fritzi/schnittreif (Größe L + Schultereinsätze XXL + Kurzarm um 2 cm verlängert; Größe XS ohne Änderungen)
Stoff: Streifenjersey über Dawanda; blauer Jersey über Stoffmarktonline
verlinkt zu: memademittwoch und afterworksewing

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Neue Wege: Chloé von Pattydoo

Ich bin nicht besonders mutig, du?

Etwas ganz Neues ausprobieren kostet mich daher immer einiges an Überwindung - auch an der Nähmaschine.

Und dann gibt es so Schnitte, von denen ich mir sicher einbilde: "Sehr hübsch! Aber auf keinen Fall was für dich!"

Chloe von Pattydoo war so ein Schnitt! Tulpenrock und Kellerfalten..... oh je!

Wie gut, dass Carina aus der Pattydoo-Gruppe beim großen sozialen Nähwerk immer viel unvoreingenommener an neue Schnitte herangeht.
Vor allem, weil sie ähnliche Proportionen hat wie ich und in der Regel die selbe Größenverteilung näht.

Als sich dann in einer anderen Nähgruppe für große Größen auf derselben Plattform andere kurvige Mädels ebenso selbstbewusst in ihrer neuen Chloe
präsentierten, hab ich's schließlich doch probiert.

Ich liebe zwar meine Ella-Kleider von Pattydoo, aber mir war schon lange mal nach einer ganz anderen Silhouette.

Und hier ist mein erstes Ergebnis:


Das Oberteil habe ich in Größe 44 genäht. Den kurzen Ärmel werde …

Herbstliche "Ella" aus French Terry

Schnittmuster: Ella von Pattydoo
Größe: 44
Änderungen: Rockteil um 8 cm verlängert (Körperhöhe 168 cm), Ärmel auf 3/4 gekürzt
verlinkt zu: Rums

Ganz super im Herbst tragen lässt sich auch meine Ella aus French Terry (Sommersweat) mit Dreiviertelärmeln.
Sie fällt auch mit dem dickeren Material noch schön. Wenn es kälter wird, kombiniere ich sie mit Stiefeln und einem kurzen Jäckchen. So muss ich auch in der kälteren Jahreszeit nicht auf Kleider verzichten.

Bis bald
Eure Quintilia

PS: 
Du steckst gerade in einer Beziehung, die dir alles andere als gut tut und schaffst es nicht, dich zu trennen? Oder du kennst jemandem, dem es genauso geht? Hier mein Lesetipp für Betroffene:

Warum wir uns eher in die Falschen statt die richtigen verlieben


Chloe - mit oder ohne Taschen???

Bei meiner ersten Chloe von Pattydoo wählte ich für den Rockteil eine "großzügige" Größe 46, was vor allem an der "oberen" Hüfte viel zu viel war.
Die Taschen für meinen persönlichen Geschmack zu viel ab und "bollerten". Hier *klick* könnt ihr nochmal nachlesen.

Weil das in meiner Nähgruppe beim großen sozialen Netzwerk viele genauso sahen, habe ich nun mal eine Version ganz ohne Taschen probiert.


In der Diskussion fanden jedoch auch einige, die Chloe wäre ohne Taschen eben keine Chloe mehr. Und die Taschen müssten sein. Sie würden nicht auftragen, sondern - ganz im Gegenteil - von kräftigen Hüften ablenken. Der Betrachter würde dann quasi das "Volumen" den Taschen schulden und nicht den Hüften.


Ich bin mir noch immer nicht ganz sicher, auf welcher Seite der Diskussion ich stehen soll. Vielleicht sind es einfach generell die Kellerfalten, an deren Volumen ich mich nicht so tausendprozentig gewöhnen kann.


Daher ja auch das Experiment mit dem Maß…