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FrauEmma ganz schlicht

Royales blau - FrauEmma ganz schlicht

Wenn ich mich so durch die Nähblogger-Szene und die Stoffangebote klicke, erhalte ich ganz oft den Eindruck: Uni ist out!


Bunt und gemustert, verschiedenartig kombiniert, zumindest kreativ gepimpt sollte das optimale Sew-it-yourself-Kleidungsstück offensichtlich sein. Darf ich zugeben, dass ich uni mag?


Zugegeben: An anderen gefällt mir Gemustertes oft viel besser als an mir. Ich liebe uni. Kombiniert mit einigen (passend) farbigen Assescoires fühle ich  mich damit grundsätzlich sehr wohl, auch wenn eine kleine innere Stimme mich immer noch zu mehr Modemut mahnt.



Ich hoffe, dieser herrlich unkomplizierte Schnitt namens FrauEmma von Schnittreif überzeugt durch seine Raffung und die hübschen Raglanärmel genug und kommt daher auch ohne großartige Muster gut aus.

Auch die Ohrhänger und die Kette sind übrigens selbst gemacht:



Die Kette besteht aus einem Amulett mit Druckknopf-Vorrichtung. Mit einem einzigen Handgriff kann man den Druckknopf in der Mitte gegen einen anderen auswechseln. Dadurch kann man dieses Schmuckstück mit einem Klick farblich seinem Outfit anpassen - einfach genial. Was meint ihr?



Zum Basteln von Ohrhängern kam ich eigentlich aus der Not heraus: Ich kann keinen Modeschmuck vertragen! Innerhalb kürzester Zeit schwellen dann meine Ohren auf Elefanten-Durchmesser an und jucken schrecklich. Nun bastle ich mir meine eigenen Ohrhänger mit Echtsilber-Bügeln - das funktioniert prima.




Zurück aber zum Shirt FrauEmma:

Es war mein erster Versuch mit diesem Schnitt, meine ersten Jerseybelege und meine ersten Raglanärmel. Ich liebe royalblau und ich liebe Viskosejersey, weil er so herrlich weich und fließend fällt. Das kommt meiner beschränkten Näherfahrung leider nicht sehr entgegen, denn ich finde den "flutschigen" Viskosejersey schon deutlich schwieriger zu vernähen als Baumwolljersey. 

Beim aktuellen Modell gab gibt es deswegen eine sehr unschöne Treffunsicherheit beim Ärmelbündchen. Aber was soll's: 

Nicht umsonst heißt dieser Blog: Nearly perfect.

Daher wage ich es auch, mich mit meinem heutigen Beitrag beim heißgeliebten rums unter die Schar nähbegeisterter Damen einzureihen, die weniger "uni"-formes zeigen und mich daher sicherlich zu weiteren Versuchen an der Nähmaschine inspirieren werden.

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Neue Wege: Chloé von Pattydoo

Ich bin nicht besonders mutig, du?

Etwas ganz Neues ausprobieren kostet mich daher immer einiges an Überwindung - auch an der Nähmaschine.

Und dann gibt es so Schnitte, von denen ich mir sicher einbilde: "Sehr hübsch! Aber auf keinen Fall was für dich!"

Chloe von Pattydoo war so ein Schnitt! Tulpenrock und Kellerfalten..... oh je!

Wie gut, dass Carina aus der Pattydoo-Gruppe beim großen sozialen Nähwerk immer viel unvoreingenommener an neue Schnitte herangeht.
Vor allem, weil sie ähnliche Proportionen hat wie ich und in der Regel die selbe Größenverteilung näht.

Als sich dann in einer anderen Nähgruppe für große Größen auf derselben Plattform andere kurvige Mädels ebenso selbstbewusst in ihrer neuen Chloe
präsentierten, hab ich's schließlich doch probiert.

Ich liebe zwar meine Ella-Kleider von Pattydoo, aber mir war schon lange mal nach einer ganz anderen Silhouette.

Und hier ist mein erstes Ergebnis:


Das Oberteil habe ich in Größe 44 genäht. Den kurzen Ärmel werde …

Herbstliche "Ella" aus French Terry

Schnittmuster: Ella von Pattydoo
Größe: 44
Änderungen: Rockteil um 8 cm verlängert (Körperhöhe 168 cm), Ärmel auf 3/4 gekürzt
verlinkt zu: Rums

Ganz super im Herbst tragen lässt sich auch meine Ella aus French Terry (Sommersweat) mit Dreiviertelärmeln.
Sie fällt auch mit dem dickeren Material noch schön. Wenn es kälter wird, kombiniere ich sie mit Stiefeln und einem kurzen Jäckchen. So muss ich auch in der kälteren Jahreszeit nicht auf Kleider verzichten.

Bis bald
Eure Quintilia

PS: 
Du steckst gerade in einer Beziehung, die dir alles andere als gut tut und schaffst es nicht, dich zu trennen? Oder du kennst jemandem, dem es genauso geht? Hier mein Lesetipp für Betroffene:

Warum wir uns eher in die Falschen statt die richtigen verlieben


Chloe - mit oder ohne Taschen???

Bei meiner ersten Chloe von Pattydoo wählte ich für den Rockteil eine "großzügige" Größe 46, was vor allem an der "oberen" Hüfte viel zu viel war.
Die Taschen für meinen persönlichen Geschmack zu viel ab und "bollerten". Hier *klick* könnt ihr nochmal nachlesen.

Weil das in meiner Nähgruppe beim großen sozialen Netzwerk viele genauso sahen, habe ich nun mal eine Version ganz ohne Taschen probiert.


In der Diskussion fanden jedoch auch einige, die Chloe wäre ohne Taschen eben keine Chloe mehr. Und die Taschen müssten sein. Sie würden nicht auftragen, sondern - ganz im Gegenteil - von kräftigen Hüften ablenken. Der Betrachter würde dann quasi das "Volumen" den Taschen schulden und nicht den Hüften.


Ich bin mir noch immer nicht ganz sicher, auf welcher Seite der Diskussion ich stehen soll. Vielleicht sind es einfach generell die Kellerfalten, an deren Volumen ich mich nicht so tausendprozentig gewöhnen kann.


Daher ja auch das Experiment mit dem Maß…